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sagen:236_das_wandernde_haus_zu_zinnwald

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-====== Das wandernde Haus in Zinnwald (Grässe) ====== 
  
-    Ziehnert Bd. III. S. 165 sq. 
- 
-In dem sächsischen Antheile des böhmischen Bergfleckens [[geo:zinnwaldgeorgenfeld|Zinnwald]] steht ohngefähr 50 Schritte von der Grenze ein kleines hölzernes, von einem [[typ:Bergmann]] bewohntes Häuschen, an dessen hinterem Deckbalken in der Stube folgender Vers eingeschrieben ist: 
- 
-Ich bin nun auf Sachsens Boden, Gott Lob\\ 
-Weil mich mein Wirth, Hans Hirsch, aus Böhmen rüberschob. 1721. 
- 
-Hiermit hat es folgende Bewandniß. Als in den Jahren 1716 bis 1728 die protestantischen Einwohner [[region:Böhmen]]s der Religion wegen vielfältig beunruhigt wurden, wanderten viele in das benachbarte [[land:Sachsen]] aus, unter andern auch ein armer [[typ:Bergmann]], Namens Hans Hirsch. Weil dieser aber sein nahe an der Grenze stehendes Häuschen nicht gern zurück lassen wollte, hat er dasselbe mit Hilfe seiner Freunde und Nachbarn des Nachts auf Walzen gesetzt und glücklich nach [[land:Sachsen]] herüber practicirt, und zum Gedächtniß obigen Vers in die Stubendecke eingeschnitten.  
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-//Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 1. Schönfeld, Dresden 1874,  [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_I_211.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 erzgebirge 1721 zinnwaldgeorgenfeld bergmann flucht reformation}} 
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