sagen:207_die_zerstoerung_von_helfenstein
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| - | ====== Die Zerstörung von Helfenstein (Grässe) ====== | ||
| - | Wenn man bei Tolkewitz in der Nähe von [[geo: | ||
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| - | Wann die Zerstörung dieser Burg fällt, weiß man nicht, als Ursache derselben aber erzählt man folgende Begebenheit. Der letzte Besitzer der alten Burg hat eines Tags als Vasall von seinem Lehnsherrn den Befehl erhalten, mit in den [[typ: | ||
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| - | Dieser ist aber ein böser Ritter gewesen, der allen Lastern gefröhnt hat, und der schlimmsten [[typ: | ||
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| - | Die hat ihn aber kurz abgewiesen und gedroht, es ihrem Manne, wenn er heimgekehrt sei, zu entdecken. Da hat er ihr die erdichtete Märe vom Tode ihres geliebten Gatten in ferner Schlacht zugehen lassen und nach einiger Zeit seine schändlichen Anträge erneuert, ist aber abermals zurückgewiesen worden und es hat ihm die fromme Burgfrau für immer den Besuch von Helfenstein untersagt. | ||
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| - | Unter schweren Drohungen ist er davon geritten, allein nicht lange hat es gedauert, da hat er eine furchtbare Gewitternacht benutzt, ist mit seinen Raubgesellen unbemerkt gen [[burg: | ||
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| - | Der böse Schwager aber, wüthend, daß sein Bubenstück mißlungen, und den Zorn seines Bruders fürchtend, ist umgekehrt und hat das Schloß von seinen Raubgesellen in [[typ: | ||
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| - | Weit leuchtete aber die Brandfackel in die umliegenden Thäler hinein und auch ein Trupp Reisige, der seines Weges zog, gewahrte sie, das waren der Herr von [[burg: | ||
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| - | Da hat dieser sein Schwert und Schild abgelegt und ist in ein Kloster gegangen, für die Seele seiner treuen Gattin zu beten, sein schändlicher Bruder aber hat nirgends im Lande Schutz finden können, sondern die Strafe hat ihn bald ereilt und er hat mit seinen Genossen seine Unthat auf dem [[typ: | ||
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| - | //Quelle: Grässe, Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 185-187 - Zweite verbesserte und vermehrte Auflage - 1874 - Verlag Schönfeld, Dresden// | ||
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