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sagen:205_der_gute_engel_zu_hohnstein

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-====== Der gute Engel zu Hohnstein ====== 
  
-    J. M. Weisse, Topographia od. Hist. Beschreibung von Hohenstein. Magdeburg 1729. 4. S. 73 sq. cf. S. 36.  
-    Unschuld. Nachr. 1717. S. 215-232. 
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-Auf dem alten Schlosse [[geo:Hohnstein]] in der [[region:sächsischeschweiz|sächsischen Schweiz]] hat sich zu Anfange der Regierung des [[vip:moritzvonsachsen|Churfürsten Moritz]] angeblich der [[typ:Geist]] des Gebirges in Gestalt eines 8-9jährigen Mägdleins häufig sehen lassen, indem er zu einem Mädchen von gleichem Alter kam, dieser bei ihren Arbeiten beistand, Geld brachte und mit ihr über den neuen Glauben sprach.  
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-Diese Erscheinung hat soviel Aufsehen gemacht, daß der damalige Amtsschösser, Johann Schultes, darüber an den Churfürsten berichtete, der jedoch, nachdem der von ihm deshalb befragte Dresdner Superintendent Daniel Greser((Geb. den 6. Decbr. 1504, gest. den 29. Septbr. 1591. S. Historia und Beschreibung des ganzen Laufs und Lebens, wie auch mein curriculum vitae vom 1564. Jare an bis ins jetzo laufende 1585. Jar zusammengebracht. Dr. o. J. (1586). 4. Historie von Ankunft, Leben und Wandel, auch zeitlichem Hintritt D. Gresers. Dresd. 1678. 4. Klemm, Der Sammler Bd. I. p. 200. 219 sq.)), ein gar sonderbarer Mann, in einem noch vorhandenen Gutachten die Erscheinung entweder für ein Gespenst des Teufels oder für eine Erdichtung des Vaters des Mädchens erklärt hatte, weil er niemals gehört noch gelesen habe, daß Gott Jemandem gemünztes Geld durch ein Gespenst zugeschickt habe, befahl, die Sache auf sich beruhen zu lassen.  
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-Gleichwohl könnte diese Geschichte mit einer alten Sage zusammenhängen, daß in der Nähe der Stadt, in dem Hochwalde früher [[typ:bergwerk|Goldgruben]] gewesen seien – einige alte Schächte heißen noch so – und unter andern eine, die von einem durch sie fließenden Bächlein mit gelblichem und röthlichem Sande die rothe Pfütze genannt wird, vor alter Zeit von hierher heimlich gekommenen Venetianern mit Bohlen ausgeschält, ausgeräumt und, als sie hinreichend Ausbeute gewonnen, wieder verlassen worden sei.((Eine hierauf bezügliche längere Novelle v. K. Winter in der Const. Zeit. 1854. Nr. 78 sq.)) 
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-//Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 1. Schönfeld, Dresden 1874,  [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_I_183.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 hohnstein engel bergwerk moritzvonsachsen sächsischeschweiz berggeist}} 
sagen/205_der_gute_engel_zu_hohnstein.1674137881.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)