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sagen:20._der_geigende_pfarrer

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 ====== Der geigende Pfarrer ====== ====== Der geigende Pfarrer ======
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     Bünting, Braunschweig. und Lüneburgische Chronik. I. 66. 79.     Bünting, Braunschweig. und Lüneburgische Chronik. I. 66. 79.
  
-Unweit [[geo:Tangermünde]] liegen dicht bei einander zwei Dörfer, [[geo:heerenstendal|Ost- und Westheeren]]. Beide haben nur einen [[typ:Pfarrer]], und auch nur eine Kirche, die mitten zwischen ihnen liegt. Zu einer Zeit war der Pfarrer an dieser Kirche ein gar leichtsinniger Mann, der lieber auf dem Tanzboden, als am Altare war. Eines Tages, am heiligen [[zeit:pfingsten|Pfingstfeste]], als die Bauern aus beiden Dörfern zum Tanzen versammelt waren, nahm er sogar selbst die Geige in den Arm und spielte den Bauern zum [[typ:tanz|Tanze]] auf. Für solchen [[typ:Frevel]] traf ihn aber der [[typ:Zorn]] des [[typ:himmel|Himmels]]. Denn es entstand urplötzlich ein schweres Gewitter, und es kam ein langer, scharfer [[typ:Blitz]], der erschlug zwanzig Bauern, und mit ihnen den Pfarrer, dem die [[typ:Geige]] im Arme zerschmettert wurde. Dies geschah Anno 1203.+Unweit [[geo:Tangermünde]] liegen dicht bei einander zwei Dörfer, [[geo:heerenstendal|Ost- und Westheeren]]. Beide haben nur einen Pfarrer, und auch nur eine Kirche, die mitten zwischen ihnen liegt. Zu einer Zeit war der Pfarrer an dieser Kirche ein gar leichtsinniger Mann, der lieber auf dem Tanzboden, als am Altare war. Eines Tages, am heiligen [[zeit:pfingsten|Pfingstfeste]], als die Bauern aus beiden Dörfern zum Tanzen versammelt waren, nahm er sogar selbst die Geige in den Arm und spielte den Bauern zum Tanze auf. Für solchen Frevel traf ihn aber der Zorn des Himmels. Denn es entstand urplötzlich ein schweres Gewitter, und es kam ein langer, scharfer Blitz, der erschlug zwanzig Bauern, und mit ihnen den Pfarrer, dem die Geige im Arme zerschmettert wurde. Dies geschah Anno 1203.
  
-Eine andere Sage berichtet diese Geschichte aus dem Dorfe [[geo:schmoor|Ossemer]] bei [[geo:Stendal]]. Das [[typ:Gewitter]] soll danach vier und zwanzig Bauern getödtet, dem Pfarrer aber nur die rechte Hand, mit welcher er den Fidelbogen geführet, abgeschlagen haben.+Eine andere Sage berichtet diese Geschichte aus dem Dorfe [[geo:schmoor|Ossemer]] bei [[geo:Stendal]]. Das Gewitter soll danach vier und zwanzig Bauern getödtet, dem Pfarrer aber nur die rechte Hand, mit welcher er den Fidelbogen geführet, abgeschlagen haben.
  
 //Quellen://  //Quellen:// 
   * //[[autor:temme|Jodocus Donatus Hubertus Temme]]: [[buch:volkssagenaltmark|Die Volkssagen der Altmark]], Nicolai, Berlin 1839, Seite 21; //   * //[[autor:temme|Jodocus Donatus Hubertus Temme]]: [[buch:volkssagenaltmark|Die Volkssagen der Altmark]], Nicolai, Berlin 1839, Seite 21; //
-  * //[[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Temme_Die_Volkssagen_der_Altmark_021.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
  
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sagen/20._der_geigende_pfarrer.1701790591.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)