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sagen:13._buschmaennchen

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 ====== Buschmännchen ====== ====== Buschmännchen ======
  
-In den [[geo:königshain|Königshainer]] bergen wohnten in alten zeiten viele [[typ:buschmännchen]], in gestalt, sprache und kleidung den menschen ähnlich, nur viel, viel kleiner; hatten auch ganz kleines vieh, ganz kleine hausgeräthe und ganz winzig kleine kinderchen. aber sie besaßen alle die kräfte, konnten sich [[typ:unsichtbar]] machen und kamen und gingen, man wußte nicht woher und wohin. es waren indessen freundliche, harmlose leutchen die mit den bauern in gutem frieden lebten und ihnen manche gefälligkeit erwiesen. nur nach speise waren sie allzeit sehr begierig, aber wer ihnen gab, dem waren sie auch dankbar und schenkten ihm laub, das sich dann plötzlich zu hause in goldstücke oder blanke [[typ:taler|thaler]] verwandelte. leider waren sie sehr zart gebaut und als die [[typ:glocke|glocken]] eingeführt wurden, konnten sie den schall nicht vertragen, kamen seltner und seltner, beklagten sich über die schmerzen die ihnen das läuten verursachte und blieben endlich ganz weg. zuletzt waren noch zwei übrig, die beim letzten bauer ganz am ende des dorfes lebten und sich nur dann und wann zeigten. einst erschien plötzlich das eine männchen weinend und wehklagend und rief allen im hause auf befragen jammernd zu: ‚Hipelpipel ist gestorben, Hipelpipel ist gestorben!‘ hierauf verschwand er und ist nicht wiedergekommen. wer aber Hipelpipel gewesen ist, ob des völkchens könig oder das weibchen des letzten der buschmännerchen, das hat bis auf den heutigen tag kein mensch erfahren können.+In den [[geo:königshain|Königshainer]] bergen wohnten in alten zeiten viele [[wesen:buschmännchen]], in gestalt, sprache und kleidung den menschen ähnlich, nur viel, viel kleiner; hatten auch ganz kleines vieh, ganz kleine hausgeräthe und ganz winzig kleine kinderchen. aber sie besaßen alle die kräfte, konnten sich unsichtbar machen und kamen und gingen, man wußte nicht woher und wohin. es waren indessen freundliche, harmlose leutchen die mit den bauern in gutem frieden lebten und ihnen manche gefälligkeit erwiesen. nur nach speise waren sie allzeit sehr begierig, aber wer ihnen gab, dem waren sie auch dankbar und schenkten ihm laub, das sich dann plötzlich zu hause in goldstücke oder blanke thaler verwandelte. leider waren sie sehr zart gebaut und als die glocken eingeführt wurden, konnten sie den schall nicht vertragen, kamen seltner und seltner, beklagten sich über die schmerzen die ihnen das läuten verursachte und blieben endlich ganz weg. zuletzt waren noch zwei übrig, die beim letzten bauer ganz am ende des dorfes lebten und sich nur dann und wann zeigten. einst erschien plötzlich das eine männchen weinend und wehklagend und rief allen im hause auf befragen jammernd zu: ‚Hipelpipel ist gestorben, Hipelpipel ist gestorben!‘ hierauf verschwand er und ist nicht wiedergekommen. wer aber Hipelpipel gewesen ist, ob des völkchens könig oder das weibchen des letzten der buschmännerchen, das hat bis auf den heutigen tag kein mensch erfahren können.
  
-//Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:zwergsagen_aus_der_ober-_und_niederlausitz|Zwergsagen aus der Ober- und Niederlausitz]], Verlag der Dieterichschen Buchhandlung Göttingen, 1859; [[https://de.wikisource.org/wiki/Zwergsagen_aus_der_Ober-_und_Niederlausitz|Wikisource]]//+//Quelle: [[autor:karlhaupt|Karl Haupt]], [[buch:zwergsagen_aus_der_ober-_und_niederlausitz|Zwergsagen aus der Ober- und Niederlausitz]], Verlag der Dieterichschen Buchhandlung Göttingen, 1859//
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-{{tag>sagen karlhaupt hauptzwergensagen oberlausitz buschmännchen Königshain unsichtbar taler glocke}}+{{tag>sagen karlhaupt hauptzwergensagen oberlausitz buschmännchen Königshain unsichtbar taler glocke v2}}
sagen/13._buschmaennchen.1667754620.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)