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sagen:121._die_zwerghochzeit

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     Mündlich von Fräulein Therese von Lemmers-Danforth in Guben     Mündlich von Fräulein Therese von Lemmers-Danforth in Guben
  
-Frau [[familie:von Bünau]] lag während der Wochen ganz allein in der Stube. Da sprang die Thür auf und ein "ganz kleines Männchen" kam zu der Frau ans Bett und fragte, ob sie erlauben wolle, daß es mit den Seinen hier in der Stube dürfte Hochzeit abhalten; sie würden nicht viel Spektakel machen und wenig Raum in Anspruch nehmen; sie wollten zufrieden sein, wenn sie sich bloß unter dem Ofen aufhalten könnten. Die Öfen standen nämlich früher auf geschnitzten Beinen, so daß unter jenen ein hohler Raum war. +Frau [[familie:vonbünau|von Bünau]] lag während der Wochen ganz allein in der Stube. Da sprang die Thür auf und ein "ganz kleines Männchen" kam zu der Frau ans Bett und fragte, ob sie erlauben wolle, daß es mit den Seinen hier in der Stube dürfte Hochzeit abhalten; sie würden nicht viel Spektakel machen und wenig Raum in Anspruch nehmen; sie wollten zufrieden sein, wenn sie sich bloß unter dem Ofen aufhalten könnten. Die Öfen standen nämlich früher auf geschnitzten Beinen, so daß unter jenen ein hohler Raum war. 
  
 "Ja, ja," sagte die Frau. Darauf zogen sie mit Musikanten, mit dem Brautpaare und den Hochzeitsgästen in die Stube und aßen, tranken und tanzten unter dem Ofen. Als sie damit zu Ende waren, kam das "kleine Männchen" wieder zur Frau von Bünau ans Bett, bedankte sich, gab ihr drei Brötchen und sagte: "Solange die Brötchen in dieser Familie bleiben, wird es ihr gut gehen." "Ja, ja," sagte die Frau. Darauf zogen sie mit Musikanten, mit dem Brautpaare und den Hochzeitsgästen in die Stube und aßen, tranken und tanzten unter dem Ofen. Als sie damit zu Ende waren, kam das "kleine Männchen" wieder zur Frau von Bünau ans Bett, bedankte sich, gab ihr drei Brötchen und sagte: "Solange die Brötchen in dieser Familie bleiben, wird es ihr gut gehen."
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 //Quelle: [[buch:volkssagenguben|Niederlausitzer Volkssagen vornehmlich aus dem Stadt- und Landkreis Guben]], gesammelt und zusammengestellt von [[autor:gander|Karl Gander]], Berlin, Deutsche Schriftsteller-Genossenschaft, 1894// //Quelle: [[buch:volkssagenguben|Niederlausitzer Volkssagen vornehmlich aus dem Stadt- und Landkreis Guben]], gesammelt und zusammengestellt von [[autor:gander|Karl Gander]], Berlin, Deutsche Schriftsteller-Genossenschaft, 1894//
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sagen/121._die_zwerghochzeit.1706713855.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)