maerchen:wendischesvolksthum54
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| + | ====== Die faule Frau ====== | ||
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| + | Es war eine faule((Sprüchwort: | ||
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| + | Unterwegs wirbelte (drehte) sie Haarmoos (chojcowy, łosowy moch) von Kiefern und Fichten zusammen und zu Hause fing sie an mit Flachs zu spinnen, doch ging's ihr zu langsam. Und der Mann fragte: »Frau, wie viel hast Du eingesponnen? | ||
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| + | Und der Mann redete ihr vor: »Woll' | ||
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| + | Dann redete ihr der Mann vor: »Geh in die Kirche, da ist eine grosse Neuigkeit«. Sie wollte gern, aber hatte kein Kleid. Da sagte der Mann: »Hier die scheckige Kuhhaut zieh an. Dann machst die Thüre auf und kuckst hinein«. So that sie. Es war Sonntag, der Pfarrer stand auf der Kanzel, und alle Leute sprangen weg, wie sie in die Kirche kam. Und der[38] Pfarrer schrie auf der Kanzel: »Ludźe za woltaŕ, tam ńema zły mocy, Leute, hinter den Altar, da hat der Böse keine Macht«. Aber alle Leute waren weg. Da ging die Frau an den Pfarrer heran und wollte fragen, warum die Leute weg wären. Da fiel der Pfarrer von der Kanzel herunter und brach sich sein Bein und schrie nach Hülfe. Zuletzt sah er einen Blinden an der Kanzel sitzen, sprach: »Doch jena duša jo mi zwěrna wostała, eine Seele ist mir wenigstens treu geblieben«. Da sagte der Blinde: »Ja how tež wostał neby, dyby ja moju micu měł. Ich wäre hier auch nicht geblieben, wenn ich nur meine Mütze hätte«. S. | ||
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