maerchen:wendischesvolksthum40
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| + | ====== Die Verstossenen ====== | ||
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| + | Es war ein Vater, der verstiess seinen Sohn, weil er liederlich und faul war und der Sohn musste hinaus in die Fremde, sein Brot zu suchen, und kam durch ein Dorf. Und im Dorfe lag vor dem letzten Hause, an der Thüre, ein Hund, der fragte: »Wo geht Ihr hin?« Und der Verstossene sagte: »Ich muss mein Brot in der Welt suchen, denn ich bin von meinem Vater verstossen«. Da sagte der Hund: »Mir geht es ebenso. Wie ich noch jung war, hab' ich meinem Herrn treu und redlich gedient. Aber jetzt bin ich alt und kann nicht mehr so fort wie früher. Nun bekomme ich nicht mehr meinen Unterhalt, mir geht es recht schlecht. Ich möchte mitgehen und mir anderswo mein Brot suchen«. Und sie wurden einig und gingen zusammen, kamen in ein anderes Dorf und sahen eine Katze. Die sass sehr traurig bei einem Zaune und sie boten ihr guten Tag und die Katze klagte ihre Noth. Denn wie sie noch jung war und ihre Dienste thun konnte, ging es ihr gut. Jetzt aber war sie alt und nun ging es ihr schlecht. Auch sie war willig mitzugehen, um sich bess' | ||
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| + | Wie sie so weiter gingen, kamen sie spät Abends in einen grossen Wald. Es war kalt, kein Unterkommen zu finden und der verstossene Sohn sagte: »Wer von uns kann am höchsten auf einen Baum klettern, dass er das nächste Dorf oder Licht möchte sehen?« Und die Katze sagte: »Ich kann noch gut klettern«, ward abgeschickt und rief oben vom Baume: »Ich sehe Licht«. Wie nun die Katze wieder unten war, gingen sie weiter in der Richtung nach dem Lichte und kamen an eine Räuherbude; | ||
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| + | Da kamen in der Nacht die Räuber nach Hause und merkten, dass andere in ihrer Behausung wären, aber keiner wollte hineingehen, | ||
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