maerchen:hansmaerchen08
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| + | ====== Der dumme Hans dient dem Teufel ====== | ||
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| + | bei Vetschau R | ||
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| + | Es war einmal ein Bauer, der hatte einen liederlichen Sohn, und der hiess Hans. Der Vater musste sich viel über ihn ärgern, deshalb schickte er ihn eines Tages fort, indem er sagte: „Gehe zum Teufel.“ Da machte sich der Hans auf und kam in einen grossen Wald. Noch war er nicht weit gegangen, als auf einmal ein Mann mit einem Jagerrock bekleidet an ihn herantrat und fragte, wo er hin wolle. Hans sagte: „Ja, das weiß ich selber nicht, mein Vater hat mich zum Teufel geschickt." | ||
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| + | Einstmals kam Hans in einen Gasthof; der Gastwirth sprach: „Solch einen Gesellen, wie Du bist, kann ich in meinem Hause nicht beherbergen.“ Indess der Hans bat sehr, dass er ihn über Nacht behielte, aber der Gastwirth sagte: „Nein, das geht nicht, heute kommt eine grosse Spielgesellschaft hierher und das sind lauter feine Herren.“ Da sprach Hans: „Ich will mich ganz still hinter den Kamin setzen, dort wird mich Niemand sehen.“ Darauf sagte der Gastwirth: „Ja meinetwegen, | ||
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| + | Als Beide eine Strecke vom Dorfe fortgegangen waren, kamen sie an ein stattliches Schloss, welches dem Manne gehorte und worin derselbe mit seinen drei Töchtern wohnte. Als diese den Vater mit seinem Gast erblickten, wollten sie davonlaufen. Der Hans aber sprach: „Eine von Euch soll ich zur Frau bekommen, lauft nur nicht davon.“ Der Vater redete nun auch der Jüngsten zu, dass sie doch zu dem Hans hinkäme und ihm die Hand gebe. Da kam die Jüngste furchtsam naher und gab dem Fremden die Hand. Hans aber sprach: „In drei Wochen komme ich wieder, dann wird die Hochzeit sein“. In drei Wochen aber waren die drei Jahre um, während welcher Hans dem Teufel gedient hatte, und dann sollte er, wie der Teufel gesagt hatte, glücklich sein. Die Schwestern halten nun die Jüngste zum Besten und schalten dieselbe Teufelsbraut. Am Tage vorher, ehe die drei Jahre um waren, kam der Teufel zu dem liederlichen Hans und gab ihm ungeheuer viel Geld, sodann eine Kutsche mit zwei schönen Pferden und ein Flaschchen mit Wunderbalsam. Darauf sprach der Teufel: „Einmal besuche ich Dich noch und zwar an Deinem Hochzeitstage, | ||
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| + | Den anderen Tag ging Hans an einen grossen See, um sich darin zu baden, denn er wollte ja bald Hochzeit machen. Unterwegs traf er einen armen Hirten, den bat er, dass er ihm die Nägel abschnitte und den Bart scheere, aber der Hirt lief davon, so schnell er konnte. Da traf Hans einen Schmied und den bat er um dasselbe. Der Schmied dachte: „Na, mit dem werden wir schon fertig werden, der sieht ja gerade aus wie des Teufels Verwandter.“ Darauf nahm er den Hans in die Schmiede, ergriff seine grosse Zange und kniff ihm damit die langen Teufelskrallen ab. Darauf nahm er eine grosse Schafscheere und schor ihm damit den Bart und dann den Kopf. Darauf schmierte sich der Hans mit seinem Wunderbalsam ein; alsobald wurde er ein schöner Jüngling. Darauf setzte er sich in seine Kutsche und fuhr damit nach dem Edelhof zu seiner Braut. Der Schlossherr und seine Tochter machten grosse Augen, als sie den feinen Herrn aus der Kutsche steigen sahen. Am anderen Tage war die Hochzeit und die Schwestern ärgerten sich jetzt sehr, da sie sahen, dass die Jüngste solch ein Glück machte. In der Hochzeitsnacht als der Hans eben zu Bette gehen wollte, klopfte der Teufel an das Fenster und sprach: „Hans, hast Du die Deine? Ich habe zwei“ Und so war es. Die Schwestern hatten sich, als die Hochzeit zu Ende war, aus Neid über das Glück ihrer jüngsten Schwester erhängt. | ||
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