maerchen:deutschemaerchenundsagen018
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| + | ====== Die Eisenkerle ====== | ||
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| + | Vor langer, langer Zeit war einmal ein Königssohn, | ||
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| + | Im ersten Saal sah man nichts als hohe Haufen von Kupfergeld. Dabei lag ein Kerl von Eisen, der war sieben Ellen lang. In einer Ecke aber war ein kleines eisernes Türchen. | ||
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| + | Als der Königssohn das sah, fragte er das Mütterchen, | ||
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| + | Da fand der Königssohn, | ||
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| + | Das Mütterchen zog ihn aber am Arm und führte ihn in den zweiten Saal. Da lag alles voll Silbergeld und dabei ein Eisenkerl, der war vierzehn Ellen lang. Danach kam er in den dritten Saal, der ganz voll Gold war, und bei dem Gold lag wieder ein Eisenkerl, der war noch sieben Ellen länger als der vorige und maß einundzwanzig Ellen. Als der Königssohn das alles nun recht lange bestaunt und sich ob des Reichtums sehr gewundert hatte, da führte das Mütterchen ihn in den vierten Saal. Da liefen ihm aber die Augen über von all dem Glanz, der daselbst leuchtete, denn der ganze Boden war mit Haufen von Diamanten und Karfunkeln bedeckt, einer größer als der andere und der größte war so groß wie ein Kinderkopf. Dabei lag wieder ein Eisenkerl und der hatte achtundzwanzig Ellen in der Länge. | ||
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| + | Nachdem der Königssohn nun seine Augen herzlich an all den Schätzen geweidet hatte, fragte das Mütterchen ihn, ob er nicht bei ihr bleiben wolle. Er war dessen gar zufrieden und blieb sieben Wochen bei ihr. Im Verlaufe der Zeit erkannte er, dass das Mütterchen eine Hexe war. Darum wollte er doch nicht mehr bleiben und sagte, er müsse nun weiterziehen, | ||
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| + | Da sprach das Mütterchen: | ||
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| + | Ehe er sich es versah, stand einer von den Eisenkerlen vor ihm und fragte: »Was willst du, dass ich tun soll?« | ||
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| + | Anfangs war der Königssohn heftig erschrocken, | ||
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| + | Da verschwand der Eisenkerl, kam drei Minuten danach wieder und stellte die schöne Königstochter vor ihn hin. | ||
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| + | Der Königssohn sank ihr alsbald zu Füßen und gestand ihr, dass er sie sehr liebhabe, und fragte sie alsdann, ob sie ihn heiraten wolle. Das wollte die stolze Prinzessin aber nicht, obwohl er sie bis zum hellen Morgen immer noch darum bat. Als die Sonne aber aufgehen wollte, da schlug er schnell wieder Feuer und der Eisenkerl kam und trug die Königstochter in ihr Bett zurück. | ||
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| + | Am folgenden Abend machte der Königssohn es ebenso und auch am dritten und vierten und fünften Abend, aber sie wollte durchaus nichts von der Heirat wissen. | ||
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| + | Im Gegenteil, sie ging zu ihrem Vater und klagte dem alles. Darüber erzürnte der alte König so sehr, dass er den Königssohn gefangen nehmen ließ und hinzurichten befahl. Als ihm nun eben der Kopf abgehauen werden sollte, da gedachte er des Steines. Er zog ihn schnell heraus, legte den Schwamm darauf und schlug viermal mit dem Stahl. Im selben Augenblicke standen die vier Eisenkerle neben ihm und schlugen den Henker tot, nahmen die Königstochter und führten sie mit ihm auf das Schloss. Da verheirateten sie sich und lebten sehr glücklich zusammen. | ||
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