maerchen:des_herrn_und_des_teufels_getier
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| + | ====== Des Herrn und des Teufels Getier ====== | ||
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| + | Gott der Herr hatte alle Tiere erschaffen und sich die Wölfe zu seinen Hunden auserwählet: | ||
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| + | Nun ließ er sie zwar allein weiden, aber es geschah, daß Gott der Herr zusah wie sie bald einen fruchtbaren Baum benagten, bald die edeln Reben beschädigten, | ||
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| + | Als das Eichenlaub abgefallen war, kam der Teufel und forderte seine Schuld. Der Herr aber sprach 'in der Kirche zu Constantinopel steht eine hohe Eiche, die hat noch alles ihr Laub.' Mit Toben und Fluchen entwich der Teufel und wollte die Eiche suchen, irrte sechs Monate in der Wüstenei, ehe er sie befand, und als er wieder kam, waren derweil wieder alle andere Eichen voll grüner Blätter. Da mußte er seine Schuld fahren lassen, stach im Zorn allen übrigen Geisen die Augen aus und setzte ihnen seine eigenen ein. | ||
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| + | Darum haben alle Geise Teufelsaugen und abgebissene Schwänze, und er nimmt gern ihre Gestalt an. | ||
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| + | //Jacob Grimm (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859)// | ||
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| + | //Quelle: Kinder- und Hausmärchen, | ||
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