maerchen:capitel21-05
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| maerchen:capitel21-05 [2023/01/06 22:46] – angelegt ewusch | maerchen:capitel21-05 [2025/01/30 17:45] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| + | [[maerchen: | ||
| + | ====== Das Häuschen aus Pfefferkuchen ====== | ||
| + | |||
| + | Mischen | ||
| + | |||
| + | Ein armer Fischer hatte mit seiner Frau und seinen drei Kindern kaum so viel, dass er davon leben konnte. Darum beschloss er, sich der beiden ältesten Kinder, eines Knaben und eines Mädchens, zu entledigen. Er gebot ihnen deshalb, sie sollten, wenn er zum Fischen gegangen sei, sein Mittagsbrod an den Teich bringen. Weil aber der Weg durch einen grossen Wald führte, so wolle er Erbsen streuen und ihnen so den Weg bezeichnen. | ||
| + | |||
| + | Als es Mittag geworden war, gingen die Kinder mit dem Essen fort; nachdem sie aber eine Weile dem Weg, welcher mit Erbsen bestreut war, gefolgt waren, hörte derselbe plötzlich auf und die Kinder geriethen in die Irre. Endlich kamen sie an ein Häuschen, das war ganz aus Pfefferkuchen gebaut. Da fingen die Kinder an davon zu essen. Drinnen aber wohnte eine Frau, welche Jeden umbrachte, der sich ihrem Hause näherte. Sie schickte, als sie hörte, dass die Kinder von ihrem Häuschen assen, die Magd hinaus, welche sie in die Stube holen sollte. Die Magd aber hatte das Leben bei der Frau satt, sie erzählte den Kindern eilends, was ihnen bevorstehe und gab denselben auch gute Rathschläge, | ||
| + | |||
| + | Von Zeit zu Zeit wollte die Alte sehen, ob die Kinder fett genug wären, um gegessen zu werden: sie forderte also den Knaben auf, seinen Finger zum Gitter herauszustecken: | ||
| + | |||
| + | Der Knabe that, wie ihm befohlen war; er wollte sich auf den Schieber setzen, stellte sich aber dabei so ungeschickt an, dass die Frau endlich sagte, sie wolle es ihm vormachen, wie er sitzen müsse, er solle vom Schieber heruntergehen. Kaum sass die Frau auf dem Schieber, so stiess sie der Knabe in den Ofen hinein, schloss die Thür desselben zu und machte mit Hülfe der Magd und seiner Schwester, welche er sogleich befreite, ein solches Feuer an, dass die alte Frau im Ofen verbrennen musste. Darauf untersuchten alle drei, was die Alte hinterlassen hatte; da fand sich denn soviel an Gold und Kostbarkeiten, | ||
| + | |||
| + | //Quelle: [[autor: | ||
| + | ---- | ||
| + | {{tag> | ||
