capitel:ehw-0-1
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| - | ====== Meine Entdeckung der Sagen ====== | ||
| - | Wir wohnten bei den Großeltern auf dem Dorf in der Lausitz. Und was konnte es für mich als Lausejungen schöneres geben, als bis in den Abend hinein mit den anderen Jungen Fußball, Räuber und Gendarm zu spielen oder im Winter in den kleinen Bergen um den Ort herum im Schnee zu toben. Es war herrlich für uns Kinder. Nur ein Problem hatte ich. Wir wohnten auf dem Weinberg, außerhalb des Dorfes und ca. 250 m vom nächsten Haus entfernt. Ab und zu musste ich abends ins Dorf hinunter und noch etwas für die Eltern erledigen oder besorgen. Und das war damals, als ich noch ein kleiner Junge war, mein größtes Problem. Mir wurde immer Angst und Bange, wenn ich Abends noch vom Weinberg hinunter in das Dorf musste. Es war tagsüber ein ganz normaler sandiger Weg. Man konnte so richtig barfuß darauf los laufen. (Wer darf das heute noch von den Kindern?) Aber am Abend, wenn es dann schon dunkelte, war das natürlich ganz etwas anderes. Denn der Ast, der am Tag vom Baum bedeutungslos herab hing, bekam im Dunkeln ein gar gespenstisches Aussehen und wurde meistens zu einem Phantasiegebilde meiner Ängstlichkeit. | ||
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| - | Und dann gab es da noch ein paar Ältere, denen es sichtlichen Spaß bereitete, uns Jüngeren immer wieder zu erschrecken. Nicht ganz unschuldig daran war dann auch noch der Friedhof, an dem man immer wieder vorbei musste. Und nicht zu vergessen dieses große Loch neben der Straße, was ca. 10 Meter tief und knapp 100 Meter im Durchmesser war. Hier wurde vor Zeiten Lehm für die Ofensetzer gefördert. Irgend wann dann ging aber dieser Vorrat zu Ende. Und so blieb das Loch. Für uns Kinder eine herrliche Gelegenheit, | ||
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| - | Und dann sah ich zum ersten mal diese kleinen, fliegenden Lichtlein.Diese kamen in den Sagen auch immer wieder als Irrlichter oder Irrwische vor. Also gab es sie doch wirklich? Wenn es nicht war wäre, wieso redeten dann damals die Leute so viel, von den Irrlichtern? | ||
| - | Das Unglaublichste schließlich, | ||
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| - | Und gern würde ich dazu beitragen wollen, diese Sagen, Schnurren und Geschichten zu erhalten und damit auch meinen eigenen Enkelkindern etwas aus längst vergangenen Zeiten nahe zu bringen. Denn gerade diese literarischen Kostbarkeiten sind doch etwas, was unbedingt den nächsten Generationen erhalten werden sollte. Am aufregendsten hören sich diese Geschichten und Sagen natürlich an, wenn draußen der Wind um das Haus weht und die Läden in den Angeln quietschen. Und dann sollte unbedingt ein Feuer im Ofen sein, dass eine wohlige Wärme und die richtige Stimmung zum Sagen lesen (oder vorlesen) erzeugt. Also dann: Lasst uns also die Geschichten und Sagen über die Lüttchen, Irrlichter und Bläks lauschen. | ||
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